Unterkonstruktion - worauf achten?

Wer seine Zimmerdecke mit Deckenplatten verkleiden möchte, benötigt eine Unterkonstruktion, welche zumeist aus Holz oder Metall angefertigt wird. Dabei sollte beachtet werden, dass sich die Raumhöhe aufgrund der Unterkonstruktion entsprechend reduziert. Deshalb ist eine abgehängte Decke nur bei hohen Zimmern beispielsweise in Altbauten sinnvoll. Zur Anbringung der Unterkonstruktion gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten. So kann diese direkt an der Zimmerdecke angebracht oder mit sogenannten Abhängern befestigt werden. Letztere ist sicherer und lässt sich zudem einfacher montieren.

Unterkonstruktion vorbereiten: Grund- und Konterlatten

Die Unterkonstruktion besteht aus zwei wichtigen Elementen: der Grundlattung und der Konterlattung. Zunächst wird die Höhe der Grundlattung festgelegt, welche festlegt, wie weit die Decke abgehangen wird. Mit einer Schlagschnur lässt sich die Position der einzelnen Latten sehr gut markieren. Die Grundlattung sollte maximal einen Abstand von 100 cm aufweisen. Anschließend wird die Konterlattung aufgezeichnet. Hierbei handelt es sich um die Querverstebungen, welche auf der Grundlattung angebracht werden. Zwischen dem Gerüst und der Wand sollte sich ein Abstand von 2 bis 3 cm befinden, um den Körperschall von der Decke zu den Wänden zu mindern.

Unterkonstruktion an Abhängern anbringen

Für diese Konstruktion sollten nur amtlich zugelassene Abhänger verwendet werden, die das Gewicht der Deckenplatten inklusive Lattung problemlos tragen können. Besonders zu empfehlen sind sogenannte Noniusabhänger, welche sich in der Länge verstellen und so exakt ausrichten lassen. Die Abhänger werden mit Dübeln direkt an der Decke befestigt. Vorab muss die Decke auf ihre Tragfähigkeit geprüft werden. Im nächsten Schritt wird die Unter- und Konterlattung angebracht. Bei einer kleinen Fläche kann die gesamte Konstruktion auch auf dem Boden zusammengebaut und anschließend an den Aufhängern befestigt werden. Wer sich für Deckenplatten mit einem geringen Gewicht entscheidet, kann diese mitunter auch direkt auf der Decke verkleben. Hierfür wird im Handel ein spezieller Montagekleber angeboten. Das Verkleben bietet sich unter anderem bei Deckenplatten aus Styropor an.

Unterkonstruktion für eine direkt abgehängte Decke

Bei dieser Variante wird ebenfalls zunächst das Gitternetz für die Lattung aufgezeichnet. Anschließend die Löcher bohren und die Grundlattung mit Dübeln direkt auf der Decke anbringen. Wichtig ist, dass die Latten bei dieser Methode flach statt hochkant an der Decke befestigt werden.