Material, Formen und Einsatz von Deckenplatten

Geht es um die Verschönerung der Wohnung greifen die meisten Menschen zu Tapeten und Wandfarbe. Dabei lassen sich auch mit Deckenplatten tolle Erfolge erzielen. Mit diesen lassen sich schnell und einfach neue Akzente zaubern. Schließlich ist die Decke in der Regel die größte sichtbare Fläche in einem Raum. Diese Deckenverkleidungen gibt es in verschiedenen Materialen und Formen, die auf individuelle Weise eine wohnliche Atmosphäre verbreiten.

Deckenplatten: verschiedene Formen und Materialen zur Auswahl


Zu den bekanntesten Möglichkeiten für eine Veränderung gehört das Verlegen von Paneelen. Es handelt sich dabei um Leisten, die wahlweise quer oder längs angebracht werden und die Eigenschaften von Räumen positiv beeinflussen. So kommt es bei quer verlegten Paneelen zu einer optischen Verkürzung des Raums. Bei einer Längsverlegung erscheint dieser länger.

Ideal auch für Dachboden oder Kellerräume, um unansehnliche Decken oder über Putz verlegte Kabel einfach verschwinden zu lassen. Auf Wunsch lassen sich Einbauleuchten ohne großen Aufwand in die Deckenverkleidung einbauen.

Für hohe Räume in Altbauten eignet sich Stuck sehr gut. In Form von Zierleisten und Ornamenten bringt dieser eine völlig neue Optik in alte Räume. Ein ähnlicher Effekt mit wesentlich geringerem Aufwand lässt sich mit dem Anbringen von Deckenplatten aus Styropor erzielen. Styroporplatten gibt es mittlerweile mit den verschiedensten Verzierungen und zu sehr günstigen Preisen.

Deckenplatten aus Metall sind eine Form, die für eine besonders stylishe und moderne Optik mit klaren Linien sorgt. Diese Variante eignet sich sowohl für private wie auch öffentliche Räumlichkeiten.

Aber auch mit normalen Deckenplatten aus Holz oder Mineralfaser lassen sich tolle Effekte erzielen. Die Decke wird betont und gleichzeitig werden alte und unebene Deckenpassagen überdeckt.

Dämmen mit Deckenplatten

Deckenplatten sind eine einfache und günstige Möglichkeit, um Räume zu dämmen. Die Platten lassen sich leicht anbringen und je nach Material überstreichen. Zudem werden auch Komplettlösungen angeboten. Eine Dämmung ist immer dann sinnvoll, wenn das Raumklima verbessert werden soll. Auf diese Weise können Heizkosten gesenkt und die Bildung von Schimmel verhindert werden. Je nach Material dienen Deckenplatten zur Reduzierung der Geräuschkulisse. In Großraumbüros und anderen Gewerberäumen kommen beispielsweise vertikal abgehängte Baffeln zum Einsatz. Die Systeme ermöglichen einen freien Zugang zur Decke und eignen sich deshalb besonders gut für thermisch aktivierte Decken.

Deckenplatten aus Holz an die Decke anbringen


Deckenplatten aus Holz werden aus einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt und sind deshalb besonders umweltfreundlich. Die bekannteste Variante ist dabei sicher die Täferdecke. Daneben wird jedoch noch eine große Zahl an weiteren Holzdeckensystemen mit vielfältigen Varianten und Möglichkeiten. Dazu können die Platten aus Holz auch als akustisch wirksame Deckenverkleidung eingesetzt werden. Die speziellen Formen ermöglichen eine sehr individuelle Gestaltung der Holzdecke. Selbst abgerundete oder gebogene Deckenplatten sind möglich.

Einsatzgebiet von Holzdecken

Holzdecken kommen sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Bereich zum Einsatz. Die vielfältigen Möglichkeiten mit speziellen und individuell angefertigten Designelementen ermöglichen einen nahezu unbegrenzten Gestaltungsspielraum. Egal ob zur Verschönerung der Empfangshalle, für Büroräume oder im heimischen Wohnzimmer. Holzdecken sind natürlich, strahlen Wärme aus und sorgt so für eine angenehme Raumatmosphäre. Dank moderner Bearbeitungstechniken können heutzutage auch mit Holz moderne und zeitlos schöne Decken gestaltet werden.

Diese Vorteile bieten Deckenplatten aus Holz:

  • Als Täferdecke, mit rechteckigen oder quadratischen Platten erhältlich.
  • Perforierte Platten sorgen für eine gute Raumakustik.
  • Oberflächen in zahlreichen Dekors und Formen verfügbar.
  • Nahezu unbegrenzte Zahl an Gestaltungsmöglichkeiten.
  • An andere Innenausbau-Elemente anpassbar.
  • Auch als gebogene Platten verfügbar.

Deckenplatten aus verschiedenen Holzarten

Die große Vielfalt an möglichen Hölzern gehört zu den größten Vorteilen von Holzdecken. So lässt sich über die Auswahl der Holzarte eine individuelle Optik erzeugen. Für eine Holzdecke in weiß eignen sich insbesondere Platten aus Ahorn, Birke, Hainbuche, Linde, Pappel oder Tanne. In warmen Brauntönen erstrahlen Decken mit Platten aus Eiche, Nußbaum, Plantane oder Rotbuche. Voll im Trend liegen auch Holzdecken in Schwarz. Hierfür eignen sich die Hölzer Mooreiche, Wenige und Ebenholz. Dazu erfreuen sich auch Deckenplatten aus Birnbaum, Eibe, Erle, Kiefer, Kirschbaum und Lärche großer Beliebtheit, welche die Decken in sanften Rottönen erstrahlen lassen.
Montage und Demontage von Holzdecken

Die Deckenplatten aus Holz können auf unterschiedliche Weise montiert werden. Denkbar ist eine Direktmontage auf einem Holzrost wie auch eine abgehängte Decke. Je nach gewählter Variante kann die Holzdecke zu einem späteren Zeitpunkt wieder geöffnet werden, um beispielsweise Wartungsarbeiten in den Deckenhohlräumen durchzuführen. Je nach Art der Montage lassen sich die Deckenplatten problemlos demontieren und wiederverwenden.

Deckenplatten aus Kork


Kork ist ein sehr natürliches Material, welches bereits in der Antike beispielsweise für Schuhsohlen oder zum Verschließen von Amphoren verwendet wurde. Heute werden die ausgezeichneten Eigenschaften von Kork neben Fußböden auch für Wand- und Deckenverkleidungen genutzt. Eine Korkdecke begeistert mit einer wunderschönen Optik, insbesondere wenn hierfür eine furnierte Deckenplatte verwendet wird. Ähnlich wie bei Holz ist die Maserung sehr natürlich und dazu noch intensiver und fantasievoller.

Dämmende Wirkung von Korkplatten

Kork wird aus der geschroteten Rinde der Korkeiche gewonnen und ist in Form von Platten sowie losem Granulat erhältlich. Dazu wird in der Praxis zwischen Press- und Backkork unterschieden wobei letzterer häufiger als Dämmaterial zum Einsatz kommt. Bei Backkork werden die einzelnen Partikel mit Hilfe von Wasserdampf expandiert und anschließend durch das eigene Harz zu Platten verklebt. Dies hat den Vorteil, dass keine künstlichen Bindemittel benötigt werden.

Kork ist ein sehr leichter und elastischer Stoff, der dennoch über eine gute Dämmwirkung verfügt. Neben einer guten Wärmedämmung besitzt Kork auch eine schallisolierende Wirkung. Insbesondere im Sommer sorgen Deckenplatten aus Kork für einen deutlich höheren Wohnkomfort. Im Vergleich mit anderen Materialien bewegt sich die Dämmwirkung im gehobenen Mittelfeld. Sofern die gesamte Dämmung aus Korkplatten besteht, müssten diese mindestens eine Stärke von 18 cm besitzen.

Weitere Vorteile von Deckenplatten aus Kork

Aufgrund seines geringen Gewichts lassen sich die Korkplatten sehr einfach an der Decke anbringen. Dazu sind die Platten sehr elastisch und zudem diffusionsoffen. Korkplatten sind zudem atmungsaktiv und in der Lage Feuchtigkeit zu speichern und auch wieder abzugeben. Weitere Vorteile sind eine hohe Resistenz gegen Fäulnis, Schädlinge und Verrottung. Dazu haben Deckenplatten aus Kork eine sehr attraktive Optik und bewegen sich auf einem relativ günstigen Preisniveau.

Einfaches Anbringen an der Decke

Deckenplatten aus Kork lassen sich problemlos mit einer herkömmlichen Haushaltsschere auf die gewünschte Größe zuschneiden. Dabei muss sauberen, trockenen, festen, ebenen sowie staub- und fettfreien Untergrund geachtet werden. Den Korkleber dünn auf dem Untergrund auftragen und die Platten anschließend fest aufdrücken. Die Trockenzeit beträgt etwa 15 Minuten. Eventuelle Klebereste sollten sofort mit einem Schwamm entfernt werden. Bei Bedarf können die Platten später noch mit Brett und Hammer nachgeklopft werden.

Deckenplatten aus Mineralfaser


Bei Deckenplatten aus Mineralfasern handelt es sich um mit Kunstharz gebundene Platten aus gepressten Mineralfasern. Die Platten bestehen in erster Linie aus Glaswolle (GW) und Steinwolle (SW). Auf dem deutschen Dämmstoffmarkt besitzen die beiden Materialien einen Gesamtanteil von etwa 55 bis 60 Prozent. Zu den Vorteilen gehört dabei, dass die Rohstoffe nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen.

Einsatzbereiche von Mineralfaserplatten

Deckenplatten aus Mineralfasern lassen sich nahezu universell einsetzen. Sie eignen sich sowohl zum Wärme- und Schallschutz wie auch zum Brandschutz. Aufgrund der verschiedenen Formen und Oberflächen können Mineralfaserplatten im Innen- und Außenbereich zum Einsatz kommen. Die Platten sind nicht brennbar und eignen sich sehr gut als Schallschutz für Privaträume, Büros und Industrieanlagen. Aufgrund der großen Auswahl an Oberflächen und Formen können die Platten einfach auch als dekoratives Element genutzt werden.

Mineralfaserplatten werden unter anderem in den folgenden Standardgrößen angeboten:

  • 600mm x 600 mm
  • 625 mm x 625 mm
  • 1250 mm x 625 mm

Weitere Vorteile von Mineralfaserplatten

Deckenplatten aus Mineralfasern sind sehr umweltfreundlich. Sie werden aus Glasrohstoffen oder Gesteinsmaterialien und sehr häufig auch aus Recyclingmaterial wie Altglas gefertigt. Je nach Bedarf werden Platten angeboten die fleckenbeständig, wasserabweisend oder besonders leicht zu reinigen sind. Dazu reflektieren Mineralfaserplatten das Licht deutlich besser und ermöglichen einen Einsatz bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 Prozent. Hervorzuheben ist zudem die hohe Langlebigkeit. Deckenplatten aus Mineralfasern sind sehr beständig gegen Pilzbefall, Ungeziefer und Verrottung.

Einfaches Anbringen an allen Decken

Mineralfaserplatten können mit einem entsprechenden Spezialkleber einfach an die Decke geklebt werden. Vorher sollten die Decke gründlich gesäubert und geglättet werden. Wichtig ist zudem, dass sich zwischen den Platten und der Decke keine Feuchtigkeit bilden kann. Es droht sonst die Gefahr einer Schimmelbildung.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Bearbeitung

Größere Fasern können bei der Verarbeitung zu Reizungen von Augen und Haut führen. Dazu besteht die Gefahr, dass sich Kleinstfasern auf der Lunge absetzen. Deshalb sollte während der Verarbeitung eine Schutzkleidung aus Brille, Handschuhen und Atemschutz getragen werden. Das Einatmen der Fasern sollte ebenso wie der Eintrag in benachbarte Räume vermieden werden. Anschließend ist eine Feinreinigung beispielsweise mit einem Staubsauger mit Hepa-Filter empfehlenswert.

Deckenplatten aus Styropor


Deckenplatten aus Styropor erfreuten sich bereits in den 1980er Jahren großer Beliebtheit. Allerdings galten die Platten zum damaligen Zeitpunkt aufgrund ihrer Brennbarkeit als recht gefährlich. Bei großer Hitze entwickelten sich teilweise gefährliche Dämpfe und tropften mitunter regelrecht von der Decke ab. Inzwischen sind die Deckenplatten aus Styropor jedoch um einiges sicherer geworden. Dank verbesserter Materialien hält das Styropor der Hitze deutlich länger stand und einige Produkte sind sogar tropfsicher.

Deckenplatten aus Styropor verboten?

Nach einem Brand in Frankfurt am Main gab es Ende 2012 einen Vorstoß auf der Bauministerkonferenz mit dem Ziel, Deckenverkleidungen aus Styropor zu verbieten. Am Ende der Konferenz kam man jedoch zu der Feststellung, dass Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) mit Polystyroldämmstoffen “ordnungsgemäß zertifiziert und bei der zulassungsentsprechenden Ausführung sicher sind”. Ein Verbot war damit vom Tisch.

Allerdings lassen sich die Deckenplatten nur relativ schwierig wieder entfernen. Der Kleber verhärtet sich wie Beton und muss beim Entfernen von der Decke geschliffen werden. Aus diesem Grund ist das Anbringen von Deckenplatten aus Styropor bei einigen Vermietern verboten. Deshalb sollten Mieter vorab einen Blick in den Mietvertrag werfen oder sich direkt bei ihrem Vermieter erkundigen.

Deckenplatten aus Styropor leicht anzubringen und unschlagbar günstig

Styroporplatten sind der mit Abstand günstigste Weg, um eine Decke zu verzieren. Außerdem lasse sich die Platten sehr einfach anbringen, pflegen und reinigen. Mittlerweile müssen auch bei der Optik keine Abstriche mehr gemacht werden. So werden im Handel beispielsweise Styroporplatten angeboten, auf denen ein Relief, eine Gipsarbeit oder Holzschnitzerei nachgebildet ist. Zusätzlich kann die Decke noch mit Abschrägungen entlang der Kante verziert werden. Es gibt eine Vielzahl von Dekorationen, sodass diese für nahezu alle Räume genutzt werden können. Einzig im Badezimmer sollte auf Deckenplatten aus Styropor verzichtet werden. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit kann das Material aufschwemmen.

Vor dem Anbringen der Styroporplatten muss die Decke von alten Tapeten oder Platten befreit werden. Vorhandene Unebenheiten am besten mit Spachtelmasse ausgleichen. Kleinere Deckenrisse spielen keine Rolle, da diese ohnehin durch die Platte verdeckt werden. Mit einem Cuttermesser lassen sich die Platten problemlos auf die gewünschte Größe zuschneiden. Zur Verschönerung die Styroporplatten nach dem Verkleben und Trocknen noch mit der gewünschten Farbe streichen.

Deckenplatten aus Metall


Deckenplatten aus Metall kommen aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz. Je nach Anforderungsprofil werden die Platten zumeist aus Aluminium oder Stahl gefertigt. Dazu sind auch Platen aus Chrom, Kupfer oder Messing erhältlich. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Systeme beispielsweise für Sporthallen, Büroräume, Flughäfen oder Bahnhofshallen. Mit ihrer besonderen Optik eignen sich Deckenplatten aus Metall zudem auch für den privaten Bereich.

Energiekosten reduzieren und die Umwelt schonen

Metalldeckenplatten eignen sich sehr gut, um Räume zu heizen bzw. zu kühlen. Dies funktioniert auf Basis des Strahlungsprinzips. Die Kälte oder Wärme wird von den Metalldecken wieder an den Raum zurückgegeben. Auf diese Weise lassen sich auch größere Räume kühlen, ohne dass hierfür eine Klimaanlage benötigt wird. Somit wirken sich Deckenplatten aus Metall positiv auf die Gesundheit aus. Es wird keine Zugluft produziert, Staub aufgewirbelt oder Luft umgewälzt. Neben der Gesundheit wird zusätzlich noch der Geldbeutel geschont. Durch die Ausnutzung eines einfachen physikalischen Prinzips werden deutliche Einsparungen bei den Energiekosten erzielt. Metallplatten geben die Temperatur an den gewünschten Raum weiter ohne dabei ihre akustischen Eigenschaften zu verlieren. Dies ist insbesondere in Hörsälen, Konzerträumen oder Klassenzimmern unabdingbar.

Weitere Vorteile von Deckenplatten aus Metall

Deckenplatten aus Metall sind resistent gegen sämtliche Umwelteinflüsse, äußerst wartungsarm und Besitzen eine sehr lange Lebensdauer. Im Vergleich zu anderen Materialien bilden sich keine Risse und es kann keinerlei Feuchtigkeit in die Platten eindringen. Somit sind die Platten bestens gegen eine Verrottung geschützt. Dazu lassen sich die Deckenplatten ideal an die bestehende Optik eines Hauses anpassen. Einfach ein paar Farbschichten auftragen und Fertig. Bei Bedarf lässt sich die Farbe jederzeit wieder entfernen und neu streichen.

Höchste Anforderungen in allen Bereichen

In Büroräumen müssen Deckenplatten aus Metall besonders hohe Anforderungen erfüllen. So gibt es in vielen Büros eine Längsschalldämmung, welche den Schall aus Nebenräumen absorbieren kann. Bei einem Einsatz im Außenbereich sind die Platten unter anderem Wind und Schneelasten ausgesetzt. Diese Metallplatten müssen besonders widerstandsfähig sein und unterscheiden sich bezüglich Material sowie Konstruktion von den klassischen Standarddecken. Ein weiteres anspruchsvolles Einsatzgebiet sind Krankenhäuser. Aufgrund der besonderen Hygieneanforderungen müssen die Platten hier eine glatte und leicht zu reinigende Oberfläche besitzen.

Gipsplatten an die Decke anbringen


Für trockene Räume kann es sinnvoll sein, Gipsplatten an Wänden, Schrägen oder Decken anzubringen. Der besondere Vorteil von Gipsplatten liegt nicht nur in der guten Möglichkeit zur Verarbeitung, sondern in der sehr geraden Fläche, die sie bieten. Hierauf lassen sich wunderbar Tapeten kleben oder wirkungsvoll Strichputz aufbringen.

Gipsplatten – aber welche?

Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Deckenplatten aus Gips: Gipsfaserplatten und Gipskartonplatten. Die Gipsfaserplatten sind stabiler, aber etwas schwerer und teurer, während die Gipskartonplatten einen kartonummantelten Gipskern haben. Das macht sie leichter und besser anzubringen – auch ohne fremde Hilfe.
Anleitung: Gipsplatten anbringen

Inn aller Regel ist die wichtigste Voraussetzung bereits vorhanden: Die Dämmplatten tragen Holzlatten, auf denen die Gipsplatten zusätzlich aufgeschraubt werden. Die Wände oder Decken müssen also ein Holzraster haben, das den Empfehlungen des Herstellers entspricht. Meist sind es bei Gipsfaserplatten rund 45 Zentimeter.

Gipsplatten gibt es in verschiedenen Größen, aber dennoch wird sich das Zuschneiden einzelner Platten nicht vermeiden lassen. Dazu kann man einen Cutter benutzen und die so angeritzte Stelle vorsichtig abbrechen. Der Bruch verläuft meistens sehr sauber. Alternativ lassen sich Überstände beispielsweise an Fenstervorsprüngen mit einer kleinen Säge abtrennen.

Gipsplatten gut befestigen

Dann wird die erste Platte angebracht und fest am Holzraster verschraubt. Die Schrauben müssen in den Gips gedreht werden, damit sie später nicht störend überstehen. Da die zweite Platte fast Stoß an Stoß gesetzt wird, muss die Kante der bereits befestigten Gipsplatte mit reichlich Fugenkleber bestrichen werden. Die zweite Platte wird danach in den Kleber gepresst und ebenfalls verschraubt. Den Kleber kann man später mit einem Spachtel sauber abkratzen. So geht es weiter, bis die gesamte Wand, Decke oder schräge verkleidet ist.

Anschließend wird noch sauber verfugt, indem zuerst Schraublöcher und Kanten mit einem Gipsstück abgeschliffen werden und dann mit einer Glättkelle Fugenkleber aufgetragen wird. Dieser wird sauber verstrichen. Nach dem Trockenen können die Gipsplatten weiter bearbeitet werden: Streichen, Strichputz oder Tapete.

Anleitung: Deckenpaneele anbringen


Paneele sind gut dazu geeignet, unansehnliche Wände oder decken zu verschönern. Passend ausgerichtet erzielen sie auch optische Effekte: Längs befestigte Decken-Paneele lassen einen Raum zum Beispiel länger erscheinen, quer befestigte Wandpaneele niedriger. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Möglichkeit, unter den Paneelen Kabel verlaufen und Einbaulampen gut zur Wirkung kommen zu lassen.

Zwei Arten von Paneele

Es gibt zwei Arten von Paneelen, die einen sind aus Holz bzw. Pressholz, die anderen aus Holznachbildungen. Der Vorteil der Paneele aus Holznachbildungen ist, dass sie sich leichter und genauer schneiden lassen und für Feuchträume geeignet sind. Am leichtesten lassen sich Paneele anbringen, die mit einem Schnell-Montage-System zusammensteckbar sind. Weiterer Vorteil dabei: Die Paneele lassen sich auch in Alleinarbeit anbringen.

So werden Paneele an die Decke angebracht

Bevor es losgeht, sollten die Paneele wenigsten ein, zwei Tage im Raum liegen, um sich zu akklimatisieren. Das ist wichtig, da sie sich sonst verziehen können. Ist die Decke vorbereitet, wird zunächst die Unterlattung angebracht. Je nach Decke muss diese mit passenden Dübeln befestigt werden. Die Unterlattung wird quer zur späteren Verlegerichtung befestigt und sollte möglichst dort angebracht werden, wo später zwei Paneele aneinanderstoßen. Die Unterlattung verläuft idealerweise sehr eben, um keine “schiefe” Decke zu bekommen. Nach der Unterlattung können ggf. Kabel fachmännisch verlegt werden, bevor es mit den Paneelen weitergeht.

“Kleinigkeiten” sind zu beachten

Beim Anbringen des ersten Paneel muss ein Mindestabstand zur Wand beachtet werden, da Paneele nach dem Anbringen noch “arbeiten”. Dieser Rand wird später mit Leisten abgedeckt. Je nach Art der möglichen Verlegtechnik, bei der die Herstelleranweisung zu beachten ist, wird das erste Paneel mit einer Paneelkralle festgesetzt. Das zweite Paneel wird mit der Nut oder einer losen Feder in die Stirnseite des ersten Paneels gesteckt. So geht es weiter, bis eine Reihe vollendet ist.

Beim Wechsel der Paneelreihe startet man meistens etwas versetzt. Dabei wird die Reihe mit der festen oder losen Feder in die vorangegangene Reihe geschoben und durch eine festgenagelte Klammer befestigt. Nachdem auf diese Weise die letzte Reihe befestigt ist, werden nach etwas Ruhezeit noch die Randfugen mit Zierleisten abgedeckt. Die neu gestaltete Decke ist fertig.

Baffeln


Es handelt sich zwar nicht um Deckenplatten, aber die Wirkung ist dennoch ähnlich. Unter Baffeln wird ein Deckensystem verstanden, bei denen die einzelnen Elemente vertikal von der Rohdecke abgehängt werden. Die einzelnen Baffeln bzw. Lamellen bestehen aus unterschiedlichen Materialien wie Mineralfaser, Holzwolle, Metall oder Kunststoff. Dazu werden die Baffeln je nach Verwendungszweck in unterschiedlichen Oberflächen und Farben angeboten. Durch eine individuelle Anordnung und verschiedene Höhen der einzelnen Teile lassen sich sehr interessante Raumwirkungen erzielen. Positiv ist zudem, dass sich die einzelnen Elemente mit wenig Aufwand anbringen und wieder entfernen lassen.

Einsatzzweck von Baffeln

Während Baffeln früher hauptsächlich im Industriebereich eingesetzt wurden, halten sie heutzutage Einzug in immer mehr Anwendungsbereichen und Räumlichkeiten. Dank einer effektiven Kombination aus hervorragenden technischen Eigenschaften und einer gelungenen Optik ist dieses Material für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke geeignet. Angefangen von Büros über Bildungs- und Freizeiteinrichtungen bis hin zu privaten Wohnungen. Baffeln empfehlen sich insbesondere bei betonaktivierten Decken, die nicht verkleidet werden dürfen.

Baffeln sind die ideale Lösung, für eine Verbesserung der Raumakustik. Auf diese Weise lassen sich die absorbierenden Flächen über Wand und Decke hinaus noch zusätzlich erweitern. Durch die vielfältigen Gestaltungselemente ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten den Schall im Raum zu dämpfen und so für eine angenehmere Akustik zu sorgen.

Angenehme Raumakustik

In der modernen Architektur kommen sehr oft schallharte Materialien wie Beton oder Glas zum Einsatz. Diese werfen die Schallwellen nahezu unverändert wieder in den Raum zurück. Die Folge ist ein sehr unangenehmer Nachhall. In vielen Fällen wird der Beton zudem noch als Heiz- oder Kühl?äche genutzt. Diese führt dazu, dass kaum Flächen zur Verbesserung der Akustik vorhanden sind.

Die Baffeln lassen sich an beliebiger Stelle unterhalb der Decke anbringen. Die Aufhänger sind dabei sehr dezent, sodass der Eindruck entsteht, die einzelnen Elemente würden schweben. Durch eine Variation der Baffelgröße und des Reihenabstands lässt sich die absorbierende Fläche ganz nach dem individuellen Bedarf erweitern. Aufgrund der vertikalen Anordnung tragen Baffeln sehr effektiv zur Reduktion von Flatterechos und Reflexionen bei.

Baffeln haben außerdem noch den Vorteil, dass sie bei Bedarf schnell und einfach wieder entfernt werden können. Es gibt dabei keinerlei Rückstände, was besonders in gemieteten Räumen von Bedeutung ist. Auf diese Weise können Mieter sich beim Auszug aufwendige Renovierungsarbeiten sparen.

Beitragsbild: @ depositphotos.com / pixelamker

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