Anleitung: Decke tapezieren

Nicht immer sind Deckenplatten gewünscht. Manchmal reicht auch das Weißen der Decke. Doch dazu ist es fast immer nötig, dass die Decke tapeziert ist. Aber wie tapeziert man eine Zimmerdecke?

Gute Vorarbeit erleichtert die Arbeit

Raufasertapeten sind am besten für die Decken geeignet. Sie haben den Vorteil, dass sie mehrfach überstrichen werden können und so ein erneutes Tapezieren erst nach Jahren notwendig ist.

Ein wichtiger Punkt ist, dass die Decke vor den Wänden tapeziert werden sollte. Doch bevor es losgeht, muss die Decke sehr gut gesäubert werden. Dazu sind alte Tapetenreste (eventuell mit Tapetenablöser) und Unebenheiten komplett zu beseitigen. Anschließend muss die Decke sauber, glatt und saugfest sein. Besteht die Deckenstruktur aus viel lockerem, sandigem Putz, empfiehlt es sich direkt vor dem Kleben einzelner Tapetenbahnen zusätzlich Kleister auf die Decke aufzutragen.

So wird eine Decke tapeziert

Je nach Abmessungen der Decke können die Bahnen quer oder längs geklebt werden. Einfacher ist es, die Tapetenbahnen möglichst kurz zu halten, also quer zu kleben. Nun kleistert man die erste zugeschnittene Tapetenbahn gut ein und schlägt ihre Enden zur besseren Handhabbarkeit ein. Jetzt wird es kniffelig. Deshalb ist für das Tapezieren der Decke ein Helfer sinnvoll, der die Bahn hält oder mit einem Besen nach oben drückt. So entsteht weniger Spannung und die Tapete reißt nicht so schnell.

Decke tapezieren: Kleben und Bürsten

Das Tapezieren einer Zimmerdecke ist aufwendig
So wird's gemacht: Sauber wird die Tapete an die Decke geklept

Die Tapete wird gut, aber mit einigen Zentimetern Überhang an die Deckenkante angelegt. Nun bürstet man mit einer guten Tapetenbürste die Tapete von innen nach außen fest. Auf diese Weise bringt man die gesamte Bahn langsam an und bürstet Unebenheiten heraus. Dabei sind kleinere Korrekturen gut machbar, solange der Kleister feucht genug ist. Anschließend werden überstehende Kanten an der Wand vorsichtig abgetrennt, wobei ein knapper Zentimeter von der Bahn an der Wand verklebt bleiben sollte, damit keine unschönen untapezierten Kanten entstehen.

Ist die erste Bahn gut verklebt, wird die zweite Bahn ebenso angebracht. Dabei muss Kante der neuen Tapetenbahn sehr genau Stoß an Stoß mit der Kante der schon klebenden Bahn angebracht werden. Hier ist gutes Augenmaß und etwas Geschick notwendig, denn kleinere Abstände vergrößern sich beim Trocknen und Überlappungen hinterlassen ebenso einen unprofessionellen Eindruck.

Auf diese Weise geht man vor, bis die Decke vollständig tapeziert ist. Nun können noch Tapeten an die Wände geklebt werden. Ist alles gut getrocknet, können Decke und bei Bedarf die Wände gestrichen werden. Das ist für Zimmerdecken normalerweise sinnvoll, denn hier werden fast durchweg nur Raufasertapete genutzt. Es gibt Varianten, aber in der Regel ist allein dieses Material sinnvoll. Bunte und hochwertig strukturierte Tapeten, wie sie unter anderem in Online-Shops wie wallcover.com erhältlich sind, sehen an Wänden großartig aus. An Decken wirken farbige Tapeten dagegen erdrückend. Selbst Sternentapeten für Kinderzimmerdecken haben keinen besonders schönen Effekt. Daher gilt: Beim Tapezieren von Zimmerdecken nur Raufaser! Die einzige Alternative ist gestrichener Putz.