Anleitung: Tapetenschäden beseitigen

Die Tapete an der Decke oder an der Wand ist ordentlich geklebt und es gibt keinen Grund, neu zu tapezieren. Nichts ist dann ärgerlicher, als eine kleine Macke, ein Riss oder gar ein Loch in der Tapete. Manchmal sind solche Beschädigungen sogar unvermeidlich. Zum Beispiel kann dies passieren, wenn eine Steckdose neu gelegt wird oder wenn ein Lichtschalter ausgetauscht wird. In solchen Fällen muss aber nicht die ganze Wand oder Decke neu tapeziert werden. Es reicht in vielen Fällen, das beschädigte Stück auszubessern.

So wird die Tapete ausgebessert

Um überhaupt ausbessern zu können, muss noch Tapete vom letzten Tapezieren übrig sein. Alternativ ist es möglich, eine Rolle aus der Serie nachzukaufen, was aber in der Praxis meistens schwierig ist. Das gilt besonders für Mustertapeten, bei denen leichte Abweichungen beim Druck bereits zu unschönen Unterschieden führen können.

Beschädigung ausschneiden und übertapezieren

Zunächst wird mithilfe eines Tapezierspachtels und eines Cutters die beschädigte Stelle vorsichtig und gerade als Rechteck herausgeschnitten. Ggf. muss nun die Wand dahinter gesäubert und begradigt werden. Anschließend wird die Lücke mit Kleister bestrichen. Darauf wird ein etwas größer zugeschnittenes Stück der neuen Tapete geklebt, sodass es von Muster und Struktur her möglichst exakt zur bereits klebende Tapete passt.

Doppelnahtschnitt: Aus Überlappung auf Stoß kleben

Auf diese Weise entsteht eine Überlappung. Diese wird wieder mit einem Hilfsmittel wie dem Tapezierspachtel und einem Cutter eingeschnitten. Dabei ist darauf zu achten, dass der Schnitt parallel genau zwischen der darunter liegenden Lücke und dem Rand der überlappenden neuen Tapete verläuft. Auf diese Weise schneidet man die aufgeklebte Tapete zu und vergrößert die darunter liegende Lücke. Der Clou bei diesem in Fachkreisen Doppelnahtschnitt genannten Vorgang ist, dass das neue Tapetenstück exakt in die Lücke passt. Dazu muss es wieder abgenommen werden und die überstehenden Tapetenstücke entfernt werden. Anschließend wird das zugeschnittene Stück Stoß an Stoß in die Lücke eingepasst. Die Ausbesserung ist gelungen und fällt kaum auf.