Nachteile von Deckenplatten

Deckenplatten besitzen je nach gewähltem Material auch gewisse Nachteile. So kann sich bei nicht fachgerechter Anbringung in den Räumen zwischen Decke und Platten Feuchtigkeit ansammeln. Diese führt später zu einer Schimmelbildung mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. Breitet sich der Schimmel aus, ist eine aufwendige Renovierung erforderlich. Diese ist in den meisten Fällen mit sehr hohen Kosten verbunden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte für die Anbringung der Deckenplatten einen Fachmann beauftragen.

Aufwendige Renovierung bei Auszug

Wer in einer Mietwohnung Deckenplatten anbringt, muss diese bei einem Auszug möglicherweise wieder entfernen. Deshalb ist es ratsam, bereits vor dem Anbringen beim Vermieter nachzufragen. Insbesondere Deckenplatten aus Styropor lassen sich oftmals nur mit sehr viel Aufwand wieder entfernen. Der Kleber wird mitunter sehr hart und muss dann von der Decke abgeschliffen werden.

Soll der Raum mit Deckenplatten gedämmt werden, müssen diese über eine entsprechende Dicke verfügen. Dadurch reduziert sich die Raumhöhe entsprechend. Bei niedrigen Räumen kann es dann schnell eng werden. Dies sollte bei der Planung unbedingt beachtet werden.

Mineralfaserplatten mitunter gesundheitsschädlich

Deckenplatten aus Mineralfasern werden zur Schall- und Wärmebedingungen im gewerblichen wie auch privaten Raum eingesetzt. Diese bestehen zum wesentlichen Teil aus Glaswolle oder Steinwolle. Dazu kommen auch Bindemittel aus Kunstharzen, hergestellt aus Phenol, Harnstoff und Formaldehyd zum Einsatz. Verschiedene Mineralfasern stehen im Verdacht, krebserzeugend zu sein, falls sie sich auf der Lunge absetzen.

Wie hoch die Gesundheitsgefährdung ausfällt, hängt vom Herstellungszeitpunkt der Deckenplatten ab. Vor 1995 produzierte Mineralfasern werden generell als krebserregend eingestuft. Bei einer Entfernung der Platten ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Zwischen 1996 und 2006 wurden sowohl die älteren krebserregenden wie auch neue und unbedenklichere Mineralfaserplatten eingebaut. Seit dem 01.06.2000 dürfen in Deutschland nur noch solche Deckenplatten verkauft werden, die strenge gesetzliche Normen erfüllen.

Während der Verarbeitung bzw. im Falle einer unsachgemäßen Anwendung von Mineralfaserprodukten kann es zur Freisetzung von Kleinstpartikeln kommen. Diese führen mitunter zu Reizerscheinungen der Haut, der Augen und der Schleimhäute. Allergische Reaktionen können auf die in den Mineralfaserprodukten verwendeten Zusatzstoffe, wie Kunstharze oder Öle erfolgen. Es ist deshalb angeraten, Mineralfaserplatten generell nur mit entsprechender Schutzkleidung anzubringen oder zu entfernen. Neben einem Schutzanzug gehören hierzu auch Handschuhe sowie eine Staubmaske mit Partikelfilter.