Deckenplatten aus Mineralfaser

Bei Deckenplatten aus Mineralfasern handelt es sich um mit Kunstharz gebundene Platten aus gepressten Mineralfasern. Die Platten bestehen in erster Linie aus Glaswolle (GW) und Steinwolle (SW). Auf dem deutschen Dämmstoffmarkt besitzen die beiden Materialien einen Gesamtanteil von etwa 55 bis 60 Prozent. Zu den Vorteilen gehört dabei, dass die Rohstoffe nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen.

Einsatzbereiche von Mineralfaserplatten

Deckenplatten aus Mineralfasern lassen sich nahezu universell einsetzen. Sie eignen sich sowohl zum Wärme- und Schallschutz wie auch zum Brandschutz. Aufgrund der verschiedenen Formen und Oberflächen können Mineralfaserplatten im Innen- und Außenbereich zum Einsatz kommen. Die Platten sind nicht brennbar und eignen sich sehr gut als Schallschutz für Privaträume, Büros und Industrieanlagen. Aufgrund der großen Auswahl an Oberflächen und Formen können die Platten einfach auch als dekoratives Element genutzt werden.

Mineralfaserplatten werden unter anderem in den folgenden Standardgrößen angeboten:

  • 600mm x 600 mm
  • 625 mm x 625 mm
  • 1250 mm x 625 mm

Weitere Vorteile von Mineralfaserplatten

Deckenplatten aus Mineralfasern sind sehr umweltfreundlich. Sie werden aus Glasrohstoffen oder Gesteinsmaterialien und sehr häufig auch aus Recyclingmaterial wie Altglas gefertigt. Je nach Bedarf werden Platten angeboten die fleckenbeständig, wasserabweisend oder besonders leicht zu reinigen sind. Dazu reflektieren Mineralfaserplatten das Licht deutlich besser und ermöglichen einen Einsatz bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 95 Prozent. Hervorzuheben ist zudem die hohe Langlebigkeit. Deckenplatten aus Mineralfasern sind sehr beständig gegen Pilzbefall, Ungeziefer und Verrottung.

Einfaches Anbringen an allen Decken

Mineralfaserplatten können mit einem entsprechenden Spezialkleber einfach an die Decke geklebt werden. Vorher sollten die Decke gründlich gesäubert und geglättet werden. Wichtig ist zudem, dass sich zwischen den Platten und der Decke keine Feuchtigkeit bilden kann. Es droht sonst die Gefahr einer Schimmelbildung.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Bearbeitung

Größere Fasern können bei der Verarbeitung zu Reizungen von Augen und Haut führen. Dazu besteht die Gefahr, dass sich Kleinstfasern auf der Lunge absetzen. Deshalb sollte während der Verarbeitung eine Schutzkleidung aus Brille, Handschuhen und Atemschutz getragen werden. Das Einatmen der Fasern sollte ebenso wie der Eintrag in benachbarte Räume vermieden werden. Anschließend ist eine Feinreinigung beispielsweise mit einem Staubsauger mit Hepa-Filter empfehlenswert.