Anleitung: So wird Glasfasertapete tapeziert

An Schrägen, stark beanspruchten Wänden oder an Wänden, die ggf. noch "arbeiten" (Holzuntergrund o. Ä.) sind normale Tapeten schnell an der Grenze ihrer Strapazierfähigkeit. Ein belastbareres Material sind Glasfasertapeten oder Glasgewebetapeten. Solche Tapeten bestehen aus kleinen Glasfaserstrukturen, die zu einer enormen Haltbarkeit beitragen. Diese besondere Struktur erzeugt nicht nur eine starke Festigkeit, sondern kann auch Spannungen ohne Reißen aushalten.

Glasfasertapete - langlebig, überstreichbar und robust

Glasfasertapeten eignen sich mit ihren Eigenschaften besonders für Räume wie Arztpraxen, Kinderzimmer, Dachschrägen und Treppenhäuser. Die etwas höheren Anschaffungskosten werden durch eine große Langlebigkeit wettgemacht. Außerdem lassen sich Glasfasertapeten mehrfach überstreichen.

So wird mit Glasfasertapete tapeziert

Sollen Glasfasertapeten angebracht werden, ist ein besonders glatter Untergrund absolut notwendig, da selbst kleinste Unebenheiten später deutlich sichtbar sind und unansehnliche Stellen verursachen können. Es lohnt sich sogar, den Untergrund mit Schleifpapier zu behandeln und anschließend zu grundieren. Beim eigentlichen Tapezieren gibt es einen großen Unterschied zu normalen Tapeten. Der Kleister wird abschnittsweise direkt auf die Wand aufgetragen. Darauf wird die zugeschnittene Tapetenbahn geklebt. Die Glasfasertapete ist dabei so robust, dass sie mit den Händen oder einen Tapezierspachtel zurechtgezogen und angedrückt werden kann. Überhänge sind vorsichtig abzuschneiden. Da die Ränder einer Glasfasertapete beim Arbeiten Hautreizungen verursachen können, sollten leichte Arbeitshandschuhe getragen werden.

Trocknen und bei Bedarf streichen

Glasfasertapeten lassen sich einfach überstreichen
Glasfasertapete wird überstrichen

Nachdem die Glasfasertapete komplett verarbeitet ist, muss sie rund 24 Stunden durchtrocknen. Dabei wird der Untergrund teilweise sichtbar, denn Glasfasertapete ist sehr grob. Am Ende muss die Tapete also noch angestrichen werden. Hier muss man eine für Glasfasertapete geeignete Farbe wählen. Besonders empfehlenswert sind Latexfarben. Die Latexfarbe wird zunächst mit ca. fünf Prozent Wasser verdünnt aufgebracht. Anschließend wird noch einmal komplett überstrichen. Das ermöglicht einen deckenden und gleichmäßigen Farbton.

Glasfasertapeten sind etwas teurer in der Anschaffung und aufwendiger beim Verarbeiten. Diesen Nachteil gleichen sie durch Langlebigkeit und Strapazierfähigkeit aus. Außerdem können sie anders als Raufasertapeten sehr viel häufiger überstrichen werden. Die Investition lohnt sich auf lange Sicht!