Gipsplatten an die Decke anbringen

Für trockene Räume kann es sinnvoll sein, Gipsplatten an Wänden, Schrägen oder Decken anzubringen. Der besondere Vorteil von Gipsplatten liegt nicht nur in der guten Möglichkeit zur Verarbeitung, sondern in der sehr geraden Fläche, die sie bieten. Hierauf lassen sich wunderbar Tapeten kleben oder wirkungsvoll Strichputz aufbringen.

Gipsplatten - aber welche?

Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Deckenplatten aus Gips: Gipsfaserplatten und Gipskartonplatten. Die Gipsfaserplatten sind stabiler, aber etwas schwerer und teurer, während die Gipskartonplatten einen kartonummantelten Gipskern haben. Das macht sie leichter und besser anzubringen - auch ohne fremde Hilfe.

Anleitung: Gipsplatten anbringen

Inn aller Regel ist die wichtigste Voraussetzung bereits vorhanden: Die Dämmplatten tragen Holzlatten, auf denen die Gipsplatten zusätzlich aufgeschraubt werden. Die Wände oder Decken müssen also ein Holzraster haben, das den Empfehlungen des Herstellers entspricht. Meist sind es bei Gipsfaserplatten rund 45 Zentimeter.

Gipsplatten gibt es in verschiedenen Größen, aber dennoch wird sich das Zuschneiden einzelner Platten nicht vermeiden lassen. Dazu kann man einen Cutter benutzen und die so angeritzte Stelle vorsichtig abbrechen. Der Bruch verläuft meistens sehr sauber. Alternativ lassen sich Überstände beispielsweise an Fenstervorsprüngen mit einer kleinen Säge abtrennen.

Gipsplatten gut befestigen

Dann wird die erste Platte angebracht und fest am Holzraster verschraubt. Die Schrauben müssen in den Gips gedreht werden, damit sie später nicht störend überstehen. Da die zweite Platte fast Stoß an Stoß gesetzt wird, muss die Kante der bereits befestigten Gipsplatte mit reichlich Fugenkleber bestrichen werden. Die zweite Platte wird danach in den Kleber gepresst und ebenfalls verschraubt. Den Kleber kann man später mit einem Spachtel sauber abkratzen. So geht es weiter, bis die gesamte Wand, Decke oder schräge verkleidet ist.

Anschließend wird noch sauber verfugt, indem zuerst Schraublöcher und Kanten mit einem Gipsstück abgeschliffen werden und dann mit einer Glättkelle Fugenkleber aufgetragen wird. Dieser wird sauber verstrichen. Nach dem Trockenen können die Gipsplatten weiter bearbeitet werden: Streichen, Strichputz oder Tapete.